Brief an Herrn von Holt (15.08.2017)

Guten Morgen Herr von Holt,

ich möchte mich nach den Ergebnissen der Verkehrsmessung in der Allwördener Straße erkundigen mit prozentualer Auflistung der Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer zu den verschiedenen Tages- und Nachtzeiten.
Ähnliches ist auch im Bereich Rhade geschehen. Die Ergebnisse wurden sogar in der Bremervörder Zeitung veröffentlicht. Ich stehe da in Kontakt zu Dr. Marco Mohrmann, dem Bürgermeister, der für die dortige Ortsdurchfahrt die gleichen Situationen beschreibt.

Verwundert hat uns die Tatsache, dass zum Schuljahresbeginn die Bereitstellung der entsprechenden Verkehrsschilder für die Zone vor der Schule noch nicht erfolgt ist.

<Bildschirmfoto 2017-08-15 um 11.04.04>

Die Regelung gilt auf 300 m im Bereich der Schule. Es gibt auch noch größere, weithin sichtbare Schilder, auf denen alle Angaben auf einem Schild platziert sind, um den „Schilderwald“ an einem Befestigungspfahl zu vermeiden (wie auf dem Foto). Ich hoffe nicht, dass das von den Behörden aus nicht nachvollziehbaren Gründen auch wieder abgelehnt werden würde.

Zudem möchte ich noch einmal auf mein Schreiben hinweisen, dass eine Abpufferung mit einer Reduzierung auf 70 km/h vor dem Ortsschild den sensiblen Ein- und Ausfahrtsbereich vom und zum Schulgelände entschärfen würde. Die Ablehnungsbegründung (sichtbares Ortsschild, daher 70Km/h nicht notwendig) greift nach unserer Auffassung nicht (siehe Bildbeispiel aus Badenstedt/Zeven). Warum muss man immer wieder Beweise vorlegen als Gegenargument zu Ablehnungen der Behörde für doch offensichtliche Vorgänge und Maßnahmen zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer? Im Grunde ist das geäußerte Argument „Es ist ja noch nichts passiert“ eigentlich Menschen verachtend.

Ebenfalls möchte ich noch einmal Bezug nehmen auf den Antrag „Aufnahme in das Modellprojekt „30 km/h für eine Ortsdurchfahrt“ der Niedere. Landesregierung. Gibt es von dort schon Informationen? Petra Tiemann hatte ich ebenfalls angeschrieben deswegen, aber noch keine Antwort erhalten. Die Gemeinde Freiburg hatte den Antrag gestellt.In meinem Brief an Frau Hatecke hatte ich die Gründe dafür (z.B. Straßenübergang bei Kober – für Senioren nicht ungefährlich bei schnellem Lastwagenverkehr usw. – noch einmal dargelegt. Ich bitte darum, diese Chance zu nutzen in das Modellprojekt aufgenommen zu werden – und wenn es „nur“ eine 30er-Regelung für LKW gäbe, wäre den Anwohnern schon sehr geholfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus List

im Namen
der Interessengemeinschaft
gegen Verkehrsbelastung
Freiburg/Elbe