Reaktion in Freiburg und Schreiben an die Presse (25.9.2017)

Interessengemeinschaft
gegen Verkehrsbelastung
Freiburg/Elbe

Freiburg, 25.09.2017

zur Kenntnis an unten stehende Adressen
sowie Mitglieder der Interessengemeinschaft

Guten Morgen Frau Helfferich,

nun wurde endlich die StVO-Novelle auch in Freiburg umgesetzt, allerdings in einer eher zum Kopfschütteln animierenden Version, gepaart mit völligem Unverständnis.

Auf gerade einmal 100m ist die Zone beschränkt und umfasst nicht einmal die ganze Länge des Schulgrundstücks! Die Busausfahrt, die die Schüler nicht selten zum unerlaubten Übergang Richtung Sportplatz nutzen, wie auch der unerlaubte Straßenübergang abseits der Ampel Richtung Getränkemarkt befinden sich nicht (!) innerhalb der 30er-Zone, müssten aber das Gefährdungspotential an den Stellen berücksichtigen.

Ganz abgesehen davon, dass durch die Erfahrung über das Verhalten der Verkehrsteilnehmer, nach Wahrnehmung einer Geschwindigkeitsbegrenzung erst nach einer weiteren Strecke eine Reaktion zu zeigen (Geschwindigkeitskontrollen dürfen daher erst nach mehreren hundert Metern durchgeführt werden) – also in diesem Fall, wenn überhaupt, erst an der Stelle, an der die Geschwindigkeitsbegrenzung schon wieder aufgehoben ist – das Ganze ad absurdum geführt wird. Die Anwendung der Bandbreite gesetzlicher Bestimmungen in Verbindung mit logischen Überlegungen zu deren Auswirkungen sieht anders aus.

Hinzu kommt, dass das Verkehrsschild aus Richtung Wischhafen kaum erkannt wird, da es just an der Stelle platziert ist, an der die Straße wegen der beginnenden Bushaltestelle sich im Standstreifen verbreitert, das Schild also nach rechts verlagert ist und außerdem durch das davor stehende Hauptstraßenschild fast vollständig verdeckt wird (siehe Foto).

Die Interessengemeinschaft in Freiburg fordert daher weiterhin, die 30er-Zone auf mindesten 200m oder mehr zu verlängern (die Anweisungsmöglichkeit seitens der Verkehrsbehörde ist gegeben, siehe Schule Heeslingen u.a.)
Begründung:
– Erfassung des gesamten Schulgrundstücks und darüber hinaus zur Berücksichtigung der verzögerten Reaktion der Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit auf 30km/h zu verringern
– Möglichkeit einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle (bei 100m gesetzlich nicht möglich)
– bessere Sichtbarkeit des Verkehrsschildes, platziert direkt am Straßenrand wie die anderen Schilder (Beispiel „Hauptstraße“, siehe Foto)

Es kann nicht angehen, dass wir uns nun damit zufrieden geben sollen, dass die Regelung umgesetzt worden ist, wenn derartige Mängel ersichtlich sind, die das Ganze mehr als in Frage stellen.

Gern beantworte ich Ihre Fragen dazu. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich seitens des Stader Tageblattes der Thematik noch einmal annehmen würden.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus List

Interessengemeinschaft
gegen Verkehrsbelastung
Freiburg/Elbe

Kopien an:
Oberschule Freiburg
Gemeinde Freiburg
Petra Tiemann, SPD-Büro Stade
Redaktion Neue Stader Wochenblatt