Initiative

Seit Jahren werden die Anwohner an der L111 in der Ortsdurchfahrt Freiburg zunehmend belastet – insbesondere der Umfang des überregionalen Schwerlastverkehrs hat derart stark zugenommen, dass über Maßnahmen nachgedacht werden muss.

Der Schwerlastverkehr von der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen nach Cuxhaven und Bremerhaven bevorzugt die L111 Wischhafen-Freiburg-Neuhaus, da diese Strecke im Vergleich zur Strecke auf der B495 (Wischhafen-Hemmoor) und weiter auf der B73 Richtung Cuxhaven gerade einmal ca.6 km kürzer ist. In Gegenrichtung wird ebenso verfahren.

Auffällig ist, dass mehr und mehr Transit-LKW (Autotransporter aus Litauen, Container-Lastzüge Russland-Spanien und andere) mit hoher Geschwindigkeit und hohem Lärmpegel die Ortseingansschilder passieren und aufgrund der geraden Straßenführung erst weit hinter den Schildern die 50km/h einhalten – wenn überhaupt (oder schon weit vor dem Ortsausgang beschleunigen).

Da die Straßenverkehrsbehörde in Stade den Antrag der Gemeinde auf Einführung einer 30er Zone auf der L111 vor der Schule – nach der entsprechenden Gesetzesnovelle seit Dezember 2016 grundsätzlich möglich – abgelehnt hat, bildete sich eine Interessengemeinschaft der Anwohner, die die rechtlichen Mittel ausschöpfen will, um eine Verbesserung der Situation in der Ortsdurchfahrt zu erreichen. Unterstützung erfuhr sie kürzlich durch einen einstimmigen Ratsbeschluss über das Forderungspaket der Initiative.

Das vom Gemeinderat beschlossene Forderungspaket der Bürgerinitiative umfasst folgende Punkte:

  • Verlegung der Ortseingangsschilder um ca. 50m nach außerhalb
  • eine ca. 200m lange Pufferzone für 70km/h vor den Ortsschildern
  • auf den Straßenbelag aufgetragene schräg zulaufende weiße Streifen zu optischen Verschmälerung einschließlich eines auf der Straße aufgebrachten Schriftzuges „Schule“
  • Antrag auf Teilnahme am niedersächsischen Modellprojekt „30km/h vor Schulen“
  • Messung des Verkehrsaufkommens über einen längeren Zeitraum an Wochentagen unter Verwendung eines elektronischen Messgerätes (keine Verkehrszählung, da die nur punktuell und daher realitätsfremd wäre)